Consulting: Megaevents im Tourismus – der Umsatz-Boost für euer Hotel
Megaevents erzeugen Nachfragedruck. Wer ihn früh erkennt, steuert Preise, Angebote und Vertrieb, statt nur zuzuschauen.

Wenn ein Megaevent kommt, steigt nicht nur die Sichtbarkeit einer Region. Es verändert das Buchungsverhalten der Gäste aus dem In- und Ausland. Die Olympischen Winterspiele Milano-Cortina 2026 holen die Alpen wochenlang ins globale Rampenlicht. Südtirol ist dabei nicht Randnotiz, sondern Austragungsort: das Biathlon findet in Antholz /Anterselva statt. Für Hospitalitybetriebe ist das eine seltene Chance: zusätzliche Nachfrage, neue internationale Zielgruppen, mehr Firmenanfragen. Aber nur, wenn vorher strukturiert vorbereitet wird – und nicht erst, wenn die ersten Anfragen die Inbox fluten.
Warum Megaevents anders wirken als „normale“ Saisonspitzen
Nun mag es etwas spät sein, aber darüber nachzudenken, wie Megaevents, ob sportlicher oder anderer Natur (auf Social Media haben wir über den Einfluss der Papstwahl letztes Jahr auf das Buchungsverhalten der Gäste in Rom berichtet), ist immer eine gute Idee – und macht sich bezahlt. Wir nehmen dieses gerade stattfindende Event zum Anlass, uns ein paar Gedanken zu machen, die der Hospitalitybranche zugute kommen.
Megaevents erzeugen einen Mix aus Reiseanlass, Fandom und Zeitdruck. Dieses Muster ist auch aus anderen Branchen bekannt: Studien zum „Taylor Swift Effect“ zeigen, dass Konzerttermine Hotelpreise im Vorfeld messbar anheben können – im Schnitt deutlich über dem Vorjahr. In Italien wurde ein ähnlicher Effekt für das Springsteen-Konzert 2023 in Ferrara berechnet: Die Stadt kommunizierte einen wirtschaftlichen Gesamteffekt von über 10,3 Mio. Euro.
Und auch andere Großereignisse abseits der Unterhaltungsbranche bringen Mehrwert: Rom verzeichnete im vergangenen Heiligen Jahr 10 Mio. Besucher mehr als im Vorjahr – und damit einen entsprechenden Zuwachs an Tourismusabgaben.
Ökonomen sprechen in diesem Kontext von „Funflation“ – also steigenden Ausgaben rund um Live-Erlebnisse, trotz Kostenbewusstsein.
Die Botschaft für euch: Es sind nicht nur „Olympia-Wochen“, die zählen. Es sind die Wochen davor und danach. Und die richtige Steuerung eurer Bedingungen.
Was Milano-Cortina 2026 für Südtirol konkret bedeutet
Das olympische Spotlight macht Südtirol für viele erstmals „weltweit sichtbar“. Antholz /Anterselva wird als Venue international kommuniziert – und damit auch als Ausgangspunkt für Reisen, Medien, Teams und Fans. Neben klassischen Leisure-Gästen kommen zusätzliche Segmente ins Spiel: sportaffine Reisende, Sponsoren, Presse, Verbände, Corporate-Gruppen. Wer sein Angebot dafür klar formuliert, gewinnt. Auch abseits der direkten Austragungsorte.
Der Consulting-Blick: So macht ihr aus dem Event eine planbare Umsatzkurve
In vier Schritten zum wirksamen saisonalen Marketing:
Relevante Anlässe wählen > Passende Aktionen definieren > Die richtigen Kanäle nutzen > Analysieren und lernen
Wie saisonales Marketing vom Einzelimpuls zum strategischen Erfolgsfaktor wird.
Zurück in die Zukunft: Der Trend geht 2026 zum Analogen. Mehr Offline-Momente, weniger Dauerbeschallung. Worauf ihr jetzt setzen sollt? Echte, reduzierte Formate mit echtem Inhalt, intelligent optimiert – ja, auch durch KI.
Planbar den Umsatz steigern in 5 Schritten:
- Event-Fahrplan und Nachfrage-Radar
- Analyse der Wirkung
- Anpassung der Revenue-Strategie
- Angebotsdesign: Pakete schnüren!
- Segmentierung von Sales und Marketing
Es sind nicht nur „Olympia-Wochen“, die zählen. Es sind die Wochen davor und danach. Und die richtige Steuerung eurer Bedingungen.
1) Event-Kalender und Nachfrage-Radar aufbauen
- Megaevents (lange im Voraus planbar)
- mittlere Events (Messen, Konzerte, Festivals)
- kurzfristige Effekte (Wetter, Staus, Streiks, Absagen)
Ziel: Ihr wollt nicht suchen, sondern früh sehen, was auf euch zurollt.
2) Wirkung klassifizieren – positiv oder negativ
Nicht jedes Event ist automatisch „gut“. Prüft realistisch:
- Zieht es eure Zielgruppe an – oder verdrängt es sie?
- Entstehen One-Night-Stays, die Lücken reißen?
- Braucht ihr Mindestaufenthalte oder Arrival-Strategien?
3) Revenue-Strategie rechtzeitig anpassen (Wochen, nicht Tage)
Last-Minute-Preissprünge sind selten optimal. Sinnvoller ist:
- klare Zeitfenster mit abgestufter Preislogik
- Mindestaufenthalte rund um Peak-Tage
- Angebote, die Nächte „drumherum“ attraktiv machen (“Fenstertage”)
4) Angebotsdesign: Pakete statt Zimmer-only
Megaevents verkaufen sich leichter mit klarer Orientierung:
- Anreise-/Shuttle-Logik (wo sinnvoll)
- Frühstück/early breakfast für Sporttage
- flexible Check-in/Check-out-Regelungen
- Zusatzleistungen, die zur Zielgruppe passen (z. B. Sportmassage, Equipment-Services, Lunch-to-go)
5) Vertrieb & Kommunikation segmentieren
- Leisure: emotionale Event-Nähe + Erlebnisse in der Region
- Corporate: klare Rahmeninfos, Kontingente, Planungssicherheit
- International: einfache Botschaften, schnelle Buchbarkeit, saubere FAQs
Milano-Cortina 2026 ist kein Moment, den man „mitnimmt“ – es ist ein Projekt, das man vorbereitet. Wer jetzt strukturiert plant, steuert Nachfrage, Preis und Aufenthaltsdauer so, dass aus Aufmerksamkeit messbarer Umsatz wird.
Ihr wollt eure Event-Strategie für 2026 (und darüber hinaus) sauber aufsetzen – inklusive Angebotslogik, Preisstrategie und Vertrieb? Dann meldet euch bei uns!

